(New) Delhi, die Hauptstadt der Indischen Union, die im Winter tagelang im Nebel versinken kann, besteht eigentlich aus 8 Städten, die im Laufe der Jahrhunderte von verschiedenen Herrschern im Bereich des heutigen Stadtgebietes erbaut worden sind. Sechs dieser Städte bestehen allerdings nur noch aus Ruinen, und nur zwei machen die heutige Stadt aus. New und Old Delhi.

New Delhi wurde von den Briten Anfang des 20. Jahrhunderts westlich der alten City als neuer Regierungssitz angelegt, der von Kolkata (Kalkutta) nach Delhi verlegt wurde. Von hier aus wird die Indische Union heute regiert.


Wer mit dem Zug anreist, landet in jedem Fall in


Old Delhi

 

Old Delhi ist die von Shah Jahan errichtete Stadt Shahjahanabad, die rings um das von ihm angelegte Red Fort entstand und mit der Old Delhi heute noch im großen und ganzen identisch sein soll.




 
 
  


Walled City


Die Tore der "Walled City" sind noch recht gut erhalten und sichtbar, vom Kashmere Gate über das Ajmer Gate, Turkmania Gate und India Gate gelangt man auf einem Rundgang zurück zum Roten Fort. Stellenweise existiert noch die alte Stadtmauer


  
  
  


Die Stadt selbst, wird gesagt, ist im wesentlichen das alte Shahjahanabad. Um einen wirklichen Eindruck zu bekommen, empfiehlt sich immer ja ein Rundgang durch den Ort. Hier beginnt er am Kashmere Gate, führt vorbei an zwei grünen Straßeninseln und an einem Tor, das Geschichte gemacht hat, als die indischen mutineers Delhi stürmten im Jahre 1857. Vorbei an einem neueren  (Post-) Gebäude, einem Hanuman Denkmal, dem Jamuna River,  dem nördlichen Ende des Red Fort gelangt man zum Bahnhof Old Delhi.

  
  
  
  
  
  
  
  
  


Vom Haupteingang des Red Fort fuehrt der Chandni Chowk mitten durch die Altstadt. Erwähnenswerte Gebäude sind die Townhall und am Ende des Chandni Chowks die Fathepuri Masjid. Die engen Gassen sind pittoreske "Shoppingmeilen", zwischendurch lädt mal eine kleine Moschee zur Stille ein. Über dem Viertel towert die Jama Masjid. Am Abend das bunte Treiben auf einem Gewürzmarkt.

  
  
  
  
  
  

Qutb Minar

Das erste Delhi befand sich dort, wo Ende des 12. Jahrhunderts n.Chr. der erste Sultan auf - heute - indischem Boden, Qutb-ud-Din Aibek, den Qutb Minar sowie eine Moschee gegründet und seine Nachfolger im Laufe eines Jahrhunderts vervollständigt haben. Fuer den Bau der Moschee wurden Säulen von Hindu Tempeln verwendet, die an der Stelle in den Jahrhunderten zuvor errichtet worden waren. Neben der noch erhaltenen Schule (Madrassa) und dem Eingangstor Alai Darwaza mit dem davorliegenden kleinen Tomb des Imam Zamin  ist auch der unvollendete Alai Minar, der nach dem Willen eines Nachfolgers von Qutb-ud-Din Aibek den Qutb Minar um das doppelte überragen sollte, dem Erdbeben im 19. Jahrhundert entgangen, dem die Anlage zum Opfer fiel.

  
  
  

Tuqhlaquabad

Keine 10 km östlich der ersten Stadt entstand das zweite Delhi, angefangen von Ghiyas-ud-Din Tuqhluq zu Beginn der 20er Jahre des 14. Jahrhunderts n.Chr. und vollendet durch Muhammad Bin Tuqhluq. Im Bild die Ruinen der Haupt Zitadelle und das Mausoleum des Ghiyas-ud-Din Tuqhluq.

  
  
  

Auf dem Weg zurück in die Stadtmitte passiert man den

Lotus Tempel

- oder Bahai House of Worship. Er wurde 1986 in einem breit angelegten Park von den Anhängern  der Bahai Philosophie gebaut, deren Lehre um universellen Frieden und die Beseitigung von Vorurteilen kreist.

  

Von Ferozabad,

der füenften Stadt Delhis, sind nur noch die Ruinen des Feroz Kotla "erhalten", das heißt der von Feroz Shah Tuqhluq angelegten Zitadelle. Noch in seiner ursprünglichen Form zu sehen ist eine der Ashoka Säulen, die Feroz Shah in die Zitadelle hatte schaffen lassen.


  
 
  

Old Fort

Das Alte Fort, Mittelpunkt der sechsten Stadt Delhi, markiert den Beginn der Mughal Aera. Es wurde 1553 von Humayan gegruendet und 5 Jahre später vollendet. Außer den Wällen und dem Tor zum Fort sind im wesentlichen nur noch zwei Gebaeude erhalten, eine von Sher Shah erbaute Moschee sowie ein Gebäude, das von Humayan nach der Rückeroberung als Bibliothek genutzt wurde.

  
  

Humayans Tomb

Bevor man das Eingangstor zum majestätischen Tomb des Humayan passiert, liegt rechter Hand das zwanzig Jahre früher erbaute achteckige Tomb eines Edlen Isa Khan Niyazi.

  
  

Die Lodi Gardens,

1936 von den Engländern angelegt und unter dem Namen Lady Willingdon Park eröffnet,ist bekannt für sein Sikander Lodi Tomb, Sheesh und Baba Gumbad. Sheesh Gumbad ist das Tomb einer unbekannten Familie aus der Zeit der Lodi Herrschaft Mitte des 15. Jahrhunderts n.Chr. bis Anfang des 16. Jahrhunderts n.Chr., Baba Gumbad wohl Ende des 15. Jahrhunderst während der Herrschaft von Sikander Lodi errichteter Eingang zur angebauten, dreidomigen Moschee.
 
  
  
  

Gandhi Memorial


Gandhi verbrachte seine letzten Lebenstage in New Delhi im Haus eines Gönners, Die Gedächtnisstätte (Gandhi Smriti) zeigt neben dem Raum, in dem er sich  aufgehalten hat, seine letzten Schritte bis hin zu dem Platz, an dem er erschossen wurdee. Der Ort am Ufer des Jamuna Rivers, wo Gandhi cremiert wurde,  jetzt eine Parklandschaft, ist innerhalb einer kuenstlichen Senke mit einer einfachen Steinplatte markiert. Die einzige Inschrift: "Hey Ram", seine letzten Worte.

  

 
  

Nach den vielen Besichtigungen wird es Zeit, das von den Briten hinzugefügte  New Delhi sowie die moderne Stadt kennenzulernen.

Das Regierungsviertel ist reine englische Schöpfung.

  
  
  
 
 

Shopping Center Delhis ist imnmer noch der Connaught Place, jetzt Rajiv Chowk. Die Platz gleicht heute einer Auto Wüste.

  
  

Delhi wird die erste Stadt Indiens sein, die ein flächendeckendes Metro Netz haben wird.

  
  

New Delhis Straßen sind breit angelegt, Kreisel sorgen oft für einen relativ flüssigen Verkehr.

  
  

- Wird vervollständigt -