Maharashtra,


mit der Hauptstadt Bombay ist der drittgrößte Staat Indiens; er bedeckt etwa ein Zehntel des gesamten indischen Territoriums und ist verantwortlich für etwa ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung Indiens. Maharashtra ist stark industrialisiert und reich an Bodenschätzen, den größten Raum nimmt aber die Landwirtschaft ein. Die überwiegende Anzahl seiner Bewohner lebt auf dem Lande.


Maharashtra liegt abgesehen von Bombay jenseits der Touristenströme. nicht ganz zu Recht. Mehrere historische Stätten, interessante Sehenswürdigkeiten,  Zentren der Herstellung von Handicrafts sowie malerische Landschaften laden durchaus zu einem Besuch ein.


Umgebung von Bombay  


Wenige Kilometer nördlich von Bombay an der Mündung des Vasai Creeks liegt das alte portugiesische Bassein Fort,fast vollständig von Planzen überwuchert, dunkel und ein bisschen geheimnisvoll.


  
  

Hillstations

In Bombay herrscht die meiste Zeit des Jahres feuchtwarmes Klima. Wer kann, sucht daher eine der drei Hillstations in den nahegelegenen Western Ghats auf.

Lonevala, etwa 60 km von Bombay entfernt, ist bekannt für seine Seen. Die Kleinstadt selbst ist unansehnlich und besteht im wesentlichen aus Hotels, Pensionen und Lodges.

  
  

Matheran

Etwas weiter entfernt liegt Matheran, das man mit dem Auto erreicht, allerdings nur bis unterhalb des eigentlichen Dorfes, in dem Autos nicht erlaubt sind. Den Rest geht man zu Fuß, man kann reiten oder sich in einer Rickshaw hochziehen lassen. Eine Kleinbahn bringt die Besucher dagegen mitten ins Dorf, das im wesentlichen aus einer langgezogenen Straße mit Geschäften und Hotels besteht. Die Dorfbewohner leben in kleinen Nebenstraßen.

  
  
  
  

Mahabaleshwar

Diese dritte Hillstation liegt mehr als 200 km entfernt Richtung Süden östlich des National Highway Nr. 17. Nach einem über 30 km langen Aufstieg per Bus oder Auto, mit herrlichen Ausblicken auf die Western Ghats, erreicht man die Hillstation, und ist ein bisschen enttäuscht. Die Station ist nicht mehr als eine typisch indische Kleinstadt, sie unterscheidet sich von ihr nur durch die vielen Hotels, Lodges  und  Restaurants sowie durch das deutlich kühlere Klima. An die Briten erinnert außer einer kleinen Kirche nichts mehr. Neben Bummeln, Shoppen und kleinen Ausflügen z.B. zu einem kleinen Wasserfall sowie dem Venna Lake, der vor den zum Reiten angebotenen Pferden kaum auszumachen ist, gibt es wenig Abwechslung. In Mahabaleshwar bekommt man preiswert Erdbeeren, die dort wie im gesamten Satara District in großen Mengen angebaut werden.
 
  
  
  
  

Lavasa

Mitten in den Western Ghats, etwa 40 km von der Zivilisaion entfernt, wird rund um den Lavasa See eine völlig neue Stadt für 200 000 Einwohner aus dem Boden gestampft. Lavasa, wie die Stadt heißen wird, erreicht man vorbei an einem Stausee über eine neu angelegte Straße, die  mehrere Ghats überwindet und  in  das Tal mit dem Lavasa See und seinen vielen Buchten führt, in denen jeweils Teile der Stadt entstehen sollen. Der erste Stadtteil mit den Hauptgebäuden  wie der Town Hall sowie den. Schul-, Verwaltuns- und Firmengebäuden ist eine einzige Baustelle, soll aber 2010 fertiggestellt sein. Das Projekt dürfte ziemlich einzigartig auf der Welt sein; es ist als Pilotprojekt gedacht für viele weitere neue Städte in Indien, da erwartet wird, dass in nicht allzu ferner Zukunft mehr als die Hälfte aller Inder in Städten leben wird. Näheres zu dem Projekt unter www.lavasa.com.

  
  
  
  

Nashik  


Einer der wichtigsten Wallfahrtsorte Maharashtras ist Nasik. Er liegt im Nordosten Bombays. Durch die Western Ghats geht es - hier auf Nebenwegen -  durch Waldgebiete und vorbei an weiten Brachen und gelegentlichen Reisfeldern über 1000 m hoch auf das Dekan Plateau. 


  
  

Die Wallfahrtsstätte ist auch außerhalb der Festjahre gut besucht. Mitten in der Altstadt am heiligen Fluss Godavari gelegen, pulsiert das Leben Nasiks. Wer hierher kommt, geht in den aufgestauten Fluss, besser in die dafür angelegten Becken, und wäscht sich rein von seinen Sünden, oder auch nur vom täglichen Schmutz.Manche belassen es beim Waschen der Füße. Frauen aller Couleur kommt er auch "handy" für die Reinigung der Wäsche.
Aus dem Bild nicht wegzudenken sind an solch einem Platz Saddhus und Handleser. Etwa 50 m weiter nördlich gelegen der wichtigste und älteste Tempel Nasiks, Kala Rama.

  
  
  

 
  
  

Die Umgebung von Nasik ist das Weinanbaugebiet von Indien, die "Weinberge" angelegt als Weinfelder. Weiter Richtung Aurangabad werden sie abgelöst von  - jeweils vorherrschend und in verschiedenen Reifestadien nebeneinander - zunächst Zuckerrohr-, dann Mais- und schließlich Baumwollfeldern


  
  
  
  

Aurangabad


Aurangabad, die alte Metropole des Moguln Aurangazeb, eignet sich gut als Standquartier für Besichtigungstrips zu den Ellora und Ajanta Caves, hat selbst eigentlich aber nur das Mausoleum für Aurangazebs Frau, die Bibi-qua-Maqbara, zu bieten und vielleicht noch das Panchakki (Wasserrad), das auf dem Gelände einer ehemaligen Wassermühle errichtete "Wasserspiel" sowie das dortige Mausoleum für den spirituellen Berater Aurangazebs und Sufi Saints Baba Shah Muzaffer.



 
  

Die 34 Ellora Caves rund 20 km nordwestlich von Aurangabad wurden zwischen den Jahren 600 undd 1000 n.Chr. von Buddhisten, Hindus und zuletzt von Jains aus dem Fels geschlagen. Das beinduckenste "Bauwerk" ist äer Kailasa Temple, gleich am Haupteingang des Komplexes gelegen. Dem Gott Shiva geweiht wurde er in einem Stück wie eine Skulptur aus dem Fels gemeißelt, von  tausenden Arbeitern innerhalb von 150 Jahren.


  
  
  
  

Die Ajanta Caves sind rund 100 km nordöstlich von Aurangabad in der Hochebene gelegen. Sie kommen ins Blickfeld beim Abstieg in eine tiefer gelegene Ebene, die plötzlich den Blick frei gibt auf Felsabhänge und -ausschnitte.   Sie sind in der Zeit von 200 v.Chr. bis 650 n.Chr. von Buddhisten angelegt worden und berühmt für ihre Wandmalereien, die allerdings vom Verfall bedroht und deshalb auch nur spärlich beleuchtet und deshalb von Betrachtern kaum auszumachen sind. 


  
  
 



 

Nagpur


Nagpur liegt außerhalb touristischer Reiserouten. Das einzig Besondere ist vielleicht, dass die Stadt exakt in der Mitte Indiens liegt, was eine Säule, die sogenannte Zero Mile, anzeigt. Nagpur ist die größte Stadt der östlichen Region Maharashtras, Vidarbha, und zugleich "zweite" Hauptstadt Maharashtras.  Dessen Landesparlament tagt während des Winters im Parlamentsgebäude Nagpurs, dem Vidhan Bhavan. Nagpur ist im übrigen die Orange City Indiens. Wie jede größere Stadt Indiens hat sie ihre Seen und Parks, lediglich zwei Tempel mögen hervorgehoben werden, der Hanuman Temple sowie eine Buddhistische Stupa.


  
  
  
  
  

Sevagram


Erwa 60 km südwestlich von Nagpur, am Rande der Kleinstadt Sevagram, lebte seinerzeit Gandhi, sofern er nicht unterwegs oder in  Bombay sowie im Ahmedabad Ashram war, in dem von ihm gegründeten Ashram. Außer ein paar Hütten, unter anderem denjenigen drei, in denen Gandhi nacheinander wohnte, gibt es allerdings wenig zu sehen, was Schulen nicht davon abhält, schon die kleinen Schüler mit dem indischen Nationalhelden bekannt zu machen. Im letzten Bild links ein von Gandhi gepflanzter Pipal Baum.


  
  
  



Wird fortgesetzt -