Eine 15-tägige Reise mit dem Auto (Maruti Omni) in den Süden Indiens von Bombay auf dem NH 17 durch den Konkan/Maharashtra nach Goa, weiter durch Karnataka immer an der Küste entlang nach Kerala mit Aufenthalt in Ernakulam, Besichtigungen in  Kochin und Backwater Tour, weiter auf dem NH 49 teils durch Urwald, teils Tata Tee Plantagen in den Western Ghats nach Madurai, Besichtigung verschiedener Tempelanlagen, auf dem NH 7 nach Bangalore, von dort nach Hampi, den eindrucksvollen Überresten der ehemaligen Königsstadt Vijayanagar, schließlich über Pune auf dem Pune-Mumbai Highway zurück nach Bombay.


Auf dem NH 17

durch den Konkan zunächst nach Goa:


  
  
  
  
  

Abseits der größeren Städte gibt es wenig Unterkünfte. So muß man sich mit Lodges zufrieden geben, die natürlich keinem westlichen Standard entsprechen und trotzdem nicht billig sind im Vergleich mit Zimmern in anderen Hotels/Guest Houses Indiens.


Goa - Beaches

Neben den weitläufigen Stränden Goas wie zum Beispiel Anjuna und Calangute gibt es kleinere Buchten, die nicht so überlaufen sind. Dazu gehört nördlich der Anjuna Beach der Vagator Beach. Manchmal versinkt die Sonne tatsächlich im Meer und nicht im Dunst.

Nur wenige km entfernt vom Flughafen Vasco da Gama wartet der Bogmalo Beach mit einem 5 Sterne Hotel auf, aber auch mit einer sehr guten und  preiswerten Unterkunft im La Petit Guesthouse.


  
  
  

In Karnataka, wo in Küstennähe wenig zum Aufenthalt einlädt, kreuzen mehrere Flüsse den Highway
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Auf dem weiteren Weg nach Kerala kommt die Küste in Sichtweite. Kerala wird immer beliebter bei Touristen, die interessiert sind an Land und Leuten. Weniger bekannt ist, dass es an der Malabar Küste, dort, wo Vasco da Gama an der Kappad Beach Indien betreten haben soll - die verwitterte Gedenk- säule ist kaum zu finden -, dass es dort sehr gute und unberührte Badestrände gibt. In Cannanore (Kannur),an dessen Hafeneinfahrt das Fort San Angelo einen schönen Blick auf Stadt und Meer zuläßt, ist jüngst der nahegelegene Stadtstrand für Touristen erschlossen worden.


  
  
  
  

Auf der Weiterfahrt Richtung Kochin in Kottakkal ein Aryuveda Zentrum mit Forschungseinrichtung, Lehranstalt und Therapieeinrichtung für Ausländer. Überraschend findet sich versteckt in einem kleinen Ort, Kunnamkulam, ein Hotel mit annäherungsweise westlichem Standard, nur wenig teurer als die Lodge im Konkan.  Guruvayur ist ein in Indien bekanntes Pilgerzentrum mit dem Sree Krishna Tempel. In Kaladi kann man die Geburtsstätte des berühmten Theologen aus dem 8. Jhdt, Sankaracharya,  den heutigen Sri Ramakrishna Adwaitha Ashram, besichtigen.


  
  
  
  
  
  

Einer der touristischen Höhepunkte wartet in Fort Kochin. Mit der Fähre gelangt man von Ernakulam durch den Hafen in das historische Zentrum mit dem Dutch Palast, der St. Francis Church und daneben dem Haus, in dem  Vasco da Gama gewohnt haben soll, eingebettet in die nicht gerade wohlriechende Altstadt, und das mit Geschäften für Touristen gesäten, sauberen Judenviertel und seiner Synagoge. Am Strand die Fischerboote mit den chinesischen Netzen.

Wen die moderne Version klassischer indischer Tanzkunst interessiert, sollte sich eine Vorstellung des Greenix Theater Essembles auf Fort Kochin nicht entgehen lassen.


  
  
  
  
  
  
  

Ein Muss für Kerala Reisende ist die Backwater Tour.

  
  
  

Auf dem Weg nach Tamil Nadu klettert man auf dem NH 49 über die Western Ghats, die sich im Westen Indiens bis tief in den Süden hinziehen. Anfangs auf schmaler Strasse durch dichten Urwald öffnet sich die Bergwelt plötzlich ein wenig und gibt den Blick frei auf eine hügelige Tee Welt, unzählige Plantagen des Tata Tee Imperiums. Von der Grenze zwischen Kerala und Tamil Nadu fällt der Highway steil ab hinunter in die Ebene. Nach einiger Zeit erreicht man Madurai.


  
  
  
  
  

Madurai
ist berühmt für seinen Tempelkomplex, der der Göttin Meenakshi gewidmet ist. Während Nicht-Hindus zwar den Komplex,  nicht aber die eigentlichen Tempel betreten dürfen, gibt es diese Einschränkung in dem Murgan, dem Bruder Ganeshas, gewidmeten Tempel im nahegelegenen Tirumpuram Kunbaran nicht. Recht eindrucksvoll ist der größte Tempelteich Indiens in Mariamman Theppakulam.


  
  
  
  
  

Zurück nach Mumbai geht es über den NH 7 - im März 2007 fast auf ganzer

änge im Ausbau zum 4-spurigen Express Highway mit wenigen, fertigen Ausbaustufen, und ab Bangalore via Express Highway 4 sowie ab Pune besser auf dem 6-spurigen Pune-Mumbai Highway. In Bangalore fallen bei der Durchfahrt die breit angelegten Strassen und Alleen auf (s. Bangsalore unter Südostindien). Touristisch gesehen gibt es in Bangalore so gut wie kein touristisches highlight, abgesehen von dem erst 1956 erbauten, palastartigen Sitz der Regierung von Karnataka.


  
  
  

Der NH 4 ist im Abschnitt Bangalore-Pune so gut wie fertiggestellt. In Karnataka gibt es viele Windkraft Parks. Ein Abstecher über den NH 13, der fast nur von Trucks befahren ist, führt an Dörfern, in denen Dorfbewohner die Strasse nutzen, um die Spreu von der Hirse zu trennen, vorbei nach Hampi, der alten Königsstadt Vijaynagar.


  
  
  

Wer die eindrucksvollen Überreste von Vijayanagar nicht nur im Vorübergehen sehen will, findet ausgezeichnete Übernachtungsmöglichkeiten in Hampi. Das Dorf liegt auf dem Gelände der alten Stadt.


  
  
  
  

Über den NH 69, der in schlechtem Zustand aber wenig befahren ist, zurück zum  Express Highway, NH 4, und via Mumbai-Pune Highway, der nicht zum NH 4 gehört, nach Bombay.

  
  
  


Zum Schluß eine Warnung: Wer in Indien  auf einem Express Highway, also einer Autobahn wie in Deutschland unterwegs sein muss, verlasse sich nie darauf, dass er dort keinen Gegenverkehr hat (s.vorletztes Bild)!