Der mittlere Nordwesten ist die von westlichen Touristen bevorzugte Region Indiens. Sie umfaßt vor allem Agra mit dem Taj Mahal sowie Rajasthan. Die hier dargestellte Reise beginnt in Mumbai (Bombay) und führt über die Wallfahrtsorte Nashik (Maharashtra) und Ujjain (Madhya Pradesh) sowie die bekannte Feste Gwalior nach Agra und von dort über Jaipur, Jaisalmer, Jodhpur und Udaipur zurück nach Mumbai.

In Nashik und Ujjain


findet jeweils alle 12 Jahre eine Kumbh Mela statt. Zu Nasik siehe unter Maharashtra.


Ujjain


Im Winter sinken die Temperaturen oft unter 10 Grad Celsius, und wenn es dann auch noch regnet, ist man überrascht zu sehen, wie viele Inder trotzdem ihre Waschungen durchführen.



 
 

Gwalior


Von dem Fort Gwalior. das im 5. Jahrhundert von Rajputen erbaut, durchweg aber umkämpft und in wechselnden Händen war,  und heute Verwaltungszentrum des auch als Touristen Hochburg bekannten Bezirks Gwalior in Madhya Pradesh ist, sind die gewaltigen Außenmauern sowie der Palast  hnd einige kleinere Gebäude erhalten.


  
  
  


Agra


Die ehemalige Hauptstadt der Mughals, jetzt in Uttar Pradesh gelegen,  ist vor allem bekannt wegen des berühmten Taj Mahals, dem Mausoleum der Hauptfrau von Shah Jahan, Mumtaz Mahal. Einen Besuch wert sind aber auch das Red Fort von Agra - wenn auch kaum auszumachen im Morgennebel -, das Tomb des Akbar sowie das Tomb of Itimad-ud Daulah, des Mirza Ghiyas und seiner Frau, jenseits des Jamuna Flusses. Das Taj Mahal ist das wohl bedeutendste Denkmal Indiens. es in Ruhe und ungestört zu besuchen, ist Normalsterblichen allerdings allenfalls von der Rückseite jenseits des Jamuna Flusses vergönnt.


  
  
  
  
  
  


Fatehpur Sikri

Auf dem Weg nach Jaipur passiert man die von Akbar angelegte, bald aber wieder aufgegebene Stadt Fatehpur Sikri. Sowohl die Mauern der als Fort angelegten Stadt als auch die wichtigsten Gebäude sind äußerlich fast perfekt erhalten und vermitteln dem Besucher - anders als das weltberühmte Taj Mahal - das Gefühl, mehr als 400 Jahre zurückversetzt zu sein. Nach dem gewaltigen Eingangstor trifft man alsbald auf den Palast, danach gelangt man in die "Residential Area", wo sich auch der kleine Pavillon befindet, in dem Akbar seine berühmten Gespräche mit Theologen aller größeren Religionen geführt haben soll. Die Gartenanlage war den Frauen vorbehalten. Ein einzigartiges Baudenkmal stellt nach allgemeiner Ansicht das  Jewel House mit seiner das Dach tragenden Säule in der Mitte des zweistöckigen Gebäudes dar. Das macht es so interessant für Schulklassen.

  
  
  
  

Jaipur

Jaipur, auch bekannt als die "Pink City", ist die Hauptstadt von Rajasthan.

  
  
  
  

Palast und Observatorium

  
  
  
  

Weitere Sehenswürdigkeiten

sind die Town Hall, der Palast der Winde, die Gaitor Monuments (der Cremation Ground aller Herrscher Jaipurs seit dem Stadtgründer Sawai Jai Singh II), das Wasserschloß sowie das Nahargarh Fort.

  
  
  

Die Fahrt Richtung Jaisalmer, das mitten in der großen indischen Wüste Thar liegt, führt durch zunehmend sandigere, immer wieder aber auch durch   landwirtschaftlich genutzte Gegend. Zwischen Jaipur und Naugar die Salzwüste in der Nähe von Sambhar Lake City.

  
  
  


Zwischen Naugard und Jaisalmer liegt an dem National Highway 15 das Dorf Dhoria. Es ist dies die "Hauptstadt" der Bischnoi, die in der Wüste leben und sich vor allem dem Ziel verschrieben haben, Bäume vor dem Fällen und Wildtiere davor zu bewahren, gejagt und getötet zu werden  In dem Dorf sollen etwa 10 000 Menschen leben, es gibt eine staatliche und eine private Schule.

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Jaisalmer

Die uralte Karawanen Stadt an der Handelsstraße von Arabien nach China legt mitten in der Wüste Thar, angesiedelt  um das die Ebene weithin beherrschende Fort herum, das als solches den Palast zu bieten hat und ansonsten nur zum Bummeln durch enge Straßen geeignet ist..

  
 

In der Stadt selbst geht es beschaulich zu. Sehr  empfehlenswert ist die Besichtigung von Havelis, das sind Häuser, die in der Vergangenheit meist von Spitzenpolitikern oder reichen Kaufleuten gebaut wurden, deshalb reichhaltig verzierte Fassaden haben und mit illustrem Zubehör sowie Bildern ausgestattete Räume haben.

  
  
  
  

Wer richtige Wüste sucht, ist enttäuscht, wenn er nach Jaisalmer kommt. Dazu muß er gut 40 km weiter nach Südwesten fahren - oder mit der Karawane ziehen -, wo er auf ein paar richtige Dünen trifft. Da endlich kann man die Fotos für das Album zuhause machen. Wovon so ziemlich alle Touris träumen, sind Bilder vom Sonnenuntergang in der Wüste. Und so trifft man die Weitgereisten dort  am Abend, wo sie in Scharen auf den magischen Augenblick warten.

  
  
  

Jodhpur

Auf dem Weg zurück nach Jodhpur wachsen hin und wieder Dünen aus der Landschaft, überraschender Weise. Jodhpur, die von dem Rajputen Jodha  im 15. Jahrhundert gegründete Stadt wird wegen ihrer vielen blau gestrichenen Häuser auch die "Blue City" genannt. Angeblich ist es nur der Kaste der Brahmanen erlaubt, ihre Häuser entsprechend anzustreichen.

  
  

In der Stadt hat man eigentlich alles Wichtige gesehen, wenn man das Fort besucht hat. Neben dem schönen Blick auf die Stadt lohnt ein Besuch des Palastes, in dessen Räumen eine Ausstellung ehemaliger Nutzgegenstände zu besichtigen ist.

  
  
  
  

Udaipur

ist die dritte "farbige" Stadt in Rajasthan. An Palästen und Häusern herrscht die weiße Farbe vor, und fertig ist die "White City". Allen voran die Gebäude um den Pichole Lake herum, der City Palace und das Wasserschloß.

  
  
  

Die Altstadt um den Tempel und den Clock Tower herum ist zum Abschluß dieser Reise noch einmal das Bummeln wert.



 
  
  
  

Abgerundet wird der Eindruck, dass Udaipur die lohnendste der drei Colour Cities ist, duch die schöne Umgebung, etwa den Nehru Garden inmitten des Fatehsagar Lake, den Rajiv Gandhi Garden mit einer Statue von ihmsowie den Monsoon Palace auf einer der vielen Berge rund um Udaipur, der noch einmal einen herrlichen Blick freigibt auf die weiße Stadt am See.